Besondere Veranstaltungen

Regionalhistorische Dokumentarfilme

Do 8.6. Das Gouvernement Baltia 1920-1925 (Film + Diskussion in "Wisonbrona", Wiesenbach)
Die Lupe und der Geschichtsverein ZVS veranstalten einen Film- und Diskussionsabend über das Gouvernement Baltia von (59 Min.) auf Leinwand. Nach dem Ersten Weltkrieg wird Deutschland die alleinige Kriegsschuld zugesprochen. Durch die Abtretung der deutschen Kreise Eupen und Malmedy soll Belgien entschädigt werden. Um die beiden Kreise zu regieren, schafft Belgien ein Übergangsregime, das von General Herman Baltia geleitet wird. Die Stimmung in der Bevölkerung ist indes angespannt, da sich die Menschen in Eupen und im St.Vither Raum durch ihre Sprache und Kultur mit Deutschland verbunden fühlen. Zwischen Januar und Juli 1920 wird eine durch den Versailler Vertrag vorgesehene Volksbefragung durchgeführt, die jedoch als Farce in die Geschichte eingeht. Wirtschaftliche Probleme, sprachliche Unterschiede und deutsches Nationalbewusstsein erschweren den Eingliederungsprozess. Ferner fühlt sich die katholisch geprägte Bevölkerung dem Erzbistum Köln verbunden. Für diese Übergangszeit findet der Vatikan eine provisorische Lösung: Das Gouvernement bildet ein eigenständiges Bistum, und die Kirche in Malmedy wird zur Kathedrale erhoben. (Eintritt: 5 €)

Do 29.6. Die Friedensjahre 1933-1939 in Deutschland und Eupen (Film + Diskussion auf Leinwand)
Die erste Filmreportage (60 Minuten) umreißt die „Friedensjahre“ des Dritten Reiches - von der Machtergreifung 1933 bis zum Kriegsbeginn 1939. Das Filmmaterial ist sensationell: eine Stunde unbekanntes Filmmaterial, darunter noch nie gezeigte Aufnahmen von Hitler, Göring und anderen Personen des Dritten Reiches. Zu sehen sind u.a. SA-Aufmärsche, der Bau der Reichsautobahn, Hitlerjugend und Reichsparteitage, aber auch Bilder von der Olympiade 1936. Schließlich werden hochinteressante Aufnahmen von Stadtereignissen in Eupen (ca. 13 Min.) aus den 1930er Jahren präsentiert. Die Filme beinhalten sehr seltene Originalaufnahmen, die teilweise noch nie gezeigt worden sind.  (Eintritt: 5 €)