Besondere Veranstaltungen

Zwei regionalgeschichtliche Filmabende

Do 9.11. Das Gouvernement Baltia (Film + Diskussion, Leinwand)
Die Lupe + der Geschichtsverein „Zwischen Venn und Schneifel“ bringen einen spannenden Film- und Diskussionsabend über das Gouvernement Baltia von 1920-1925 (59 Min.). Nach dem Ersten Weltkrieg wird Deutschland die alleinige Kriegsschuld zugesprochen. Durch die Abtretung der deutschen Kreise Eupen und Malmedy soll Belgien entschädigt werden. Um die beiden Kreise zu regieren, schafft Belgien ein Übergangsregime, das von General Herman Baltia geleitet wird. Die Stimmung in der Bevölkerung ist angespannt, da sich die Menschen in Eupen und im St.Vither Raum durch ihre Sprache und Kultur mit Deutschland verbunden fühlen. Zwischen Januar und Juli 1920 wird eine durch den Versailler Vertrag vorgesehene Volksbefragung durchgeführt, die jedoch als Farce in die Geschichte eingeht. Wirtschaftliche Probleme, sprachliche Unterschiede und deutsches Nationalbewusstsein erschweren den Eingliederungsprozess. Ferner fühlt sich die katholisch geprägte Bevölkerung dem Erzbistum Köln verbunden. Für diese Übergangszeit findet der Vatikan eine provisorische Lösung: Das Gouvernement bildet ein eigenständiges Bistum, und die Kirche in Malmedy wird zur Kathedrale erhoben. (Eintritt: 5 €)

Do 30.11. Die letzten Schlachten im Westen (Film + Diskussion, Leinwand)
Ein tieferer Einbruch ins Innere Deutschlands gelang den Alliierten 1944 nicht mehr, denn die Front stabilisierte sich am Westwall. Im Winter 1944/45 kam es mit der Ardennenoffensive zu einer der letzten größeren Kriegsanstrengungen der deutschen Wehrmacht, die jedoch auf den Kriegsausgang keinen Einfluss mehr hatte. Nach dem alliierten Durchbruch zum Rhein und dessen Überschreitung im Frühjahr 1945 brach die deutsche Front zusammen. Die Filmreportage (ca. 85 Min.) befasst sich u.a. mit der Brücke von Arnheim, der „Hölle“ im Hürtgenwald, der Ardennenschlacht, der Brücke von Remagen und der Befreiung von Aachen und Köln. In der Doku, die seltene Originalaufnahmen beinhaltet, kommen Zeitzeugen zu Wort. (Eintritt: 5 €)