Besondere Veranstaltungen

Ein besonderer Filmabend

Do 25.1. Das Testament der Mutter Teresa (Film + Diskussion, Leinwand)
Es wird die Doku „Das Testament der Mutter Teresa“ (1996, ca. 45 Min.) des Eupener Buchautors und Filmemachers Marcel Bauer auf Leinwand gezeigt. Als Mutter Teresa ist die indische Nonne mit albanischen Wurzeln weltweit zu einem Inbegriff christlicher Nächstenliebe geworden. Die Friedensnobelpreisträgerin wurde bereits sechs Jahre nach ihrem Tod 1997 von der katholischen Kirche selig und 2016 heilig gesprochen. Gerade als Symbol der Barmherzigkeit wurde Mutter Teresa zeitlebens bewundert und blieb dennoch umstritten. Der Eupener Journalist und Filmemacher Marcel Bauer ist ihr zum ersten Mal im Jahre 1977 in Addis Abeba, mitten im äthiopischen Bürgerkrieg, begegnet. Danach hat er die Arbeit der eigenwilligen Ordensgründerin über viele Jahre beobachtet. Die „Missionare der Nächstenliebe“ zählen heute 5.100 weibliche und männliche Ordensmitglieder, die in über 700 Häuser weltweit leben und arbeiten. In ihrer Rede bei der Verleihung des Friedensnobelpreises im Jahre 1979 bezeichnete Mutter Teresa die Abtreibung als „den größten Feind des Friedens“. Von Kritikern wurden ihr immer wieder religiöser Fanatismus und eine „Ausbeutung der Armen“ unterstellt.
Für Mutter Teresa war das öffentliche Interesse an ihrer Person immer eine schwere Bürde, die sie mit Demut ertrug. Seit Ende der 1960er Jahre verweigerte sie jedes Interview. Sie gab auch keine Filmerlaubnis mehr in den Hospizen des Ordens. Eine Ausnahme war die Dreherlaubnis, die Marcel Bauer im Jahre 1996 auf Empfehlung des Erzbischofs von Kalkutta, von Mutter Teresa erhielt. Ein Jahr vor ihrem Tod durfte er sie sieben Tage in Kalkutta begleiten und bekam so einen tiefen Einblick in ihre Arbeit und in ihre Spiritualität. Höhepunkt der Dokumentation, die in 80 Ländern der Erde ausgestrahlt wurde, ist ein zweistündiges Gespräch, das er mit ihr im Mutterhaus des Ordens in Kolkata führte. (Eintritt: 5 €)