Monatsprogramm

November 2019

Mi 6.11. Über Galgen wächst kein Gras (Weywertz, Pfarrheim)
Bei dem spannenden Filmabend wird die umstrittene Doku „Über Galgen wächst kein Gras“ (84 Min.) zu dem Massaker von Baugnez in Kinoformat gezeigt. Zum ersten Mal brechen die „Rotjacken“ von Landsberg ihr stetes Schweigen. Jene zum Tode Verurteilten, die oft jahrelang die „rote Jacke“ des Todeskandidaten trugen. Und obwohl seitdem Jahrzehnte vergangen sind, haben die Misshandelten bis heute geschwiegen. Erst nachdem die Medien in jüngster Zeit über US-Folterungen in irakischen Gefängnissen berichteten, waren sie bereit, ihr langes Schweigen zu brechen. Ihre Aussagen sind erschütternd. Zugleich wird der Hintergrund um den sogenannten „Malmedyprozess“ (1946) beleuchtet, bei dem die US-Folterer „Geständnisse“ erpresst haben sollen, und diese als Basis für Todesurteile und hohe Freiheitsstrafen missbrauchten - ohne für ihr Tun jemals zur Verantwortung gezogen zu werden. (Eintritt: 5 Euro)

Do 14.11. Das neue belgische Erbrecht (Vortrag + Diskussion, Eupen)
Bei dem spannenden Vortrags- und Diskussionsabend über das neue belgische Erbrecht geht es um wichtige Neuerungen. Das neue Erbrecht trat bereits am 1. September 2018 in Kraft. Viele Menschen scheuen immer wieder die Aufgabe, ihren Nachlass zu regeln. Dennoch ist es wichtig, seinen „letzten Willen“ beizeiten zu regeln. An diesem Abend wird sich der erfahrene Eupener Jurist Axel Kittel mit Fragen des Testaments, des Erbens und Vererbens beschäftigen. Nach einem einführenden Vortrag steht der Referent den Teilnehmern für ein klärendes Gespräch zur Verfügung: Wie fertigt man ein Testament an? Wann ist ein Testament gültig? Kann man jemanden vom Erbe ausschließen? Was ist ein Erbschaftsvertrag? Wer erbt eigentlich nach einem Todesfall? (Eintritt: 5 Euro)

Mi 20.10. Kontroll- und Waschzwänge (Vortrag + Diskussion, Eupen)
Der spannende Film- und Diskussionsabend befasst sich mit Kontroll- und Waschzwängen. Menschen, die von Zwängen (Waschzwang oder Kontrollzwang) beherrscht werden, leiden meistens heimlich. Denn wenn sie auffallen, machen sie sich nicht nur lächerlich, sondern verlieren oft ihre sozialen Bindungen und ihren Arbeitsplatz. Eine Ausnahme sind Ralf, Heiko und Marion. Der Buch- und Filmautorin Autorin Leonore Paurat zeigen sie in dieser Filmreportage (ca. 45 Minuten), unter welchen Zwangsritualen sie leiden. Sie tun das, weil sie aufklären und den Betroffenen signalisieren wollen, dass sie mit ihrer (un)heimlichen Krankheit nicht allein sind. Die anschließende Diskussion leitet die psychologische Beraterin Liane Becker. (Eintritt: 5 Euro)

Do 28.11. Straßenbahnzeit in Aachen und Eupen (Filmabend auf Leinwand, Eupen)
Der interessante Filmabend (ca. 90 Minuten) handelt von der guten alten Straßenbahnzeit in Aachen und Eupen. Die Dokumentationen lassen die romantische Zeit der Zweiachser wieder lebendig werden. Die Aachener Straßenbahn, 1880 eröffnet, wurde noch nicht einmal 100 Jahre alt. Das um 1915 viertgrößte Straßenbahnnetz Deutschlands wurde bereits 1974 eingestellt. Die benachbarte Kaiserstadt, die Autos, die Mode und natürlich der Nahverkehr können im ersten Dokumentarfilm (60 Min.) noch einmal bewundert werden. Farbige Aufnahmen des Aachener Amateurfilmers Horst Krause von der „Öcher Tram“ (ca. 22 Min.), die noch nie gezeigt wurden, und seltene bewegte und stehende Bilder der Straßenbahn in Eupen runden den interessanten Filmabend ab. Sicherlich ein Muss für den jeden Straßenbahnfreund. (Eintritt: 5 Euro)

Die Veranstaltungen beginnen - wenn nicht anders vermerkt - um 20 Uhr und finden meistens bei der Lupe VoG (Neustraße 93, Eupen) statt. Der Eintritt/die Gebühr ist immer vor Beginn der Veranstaltung in bar zu entrichten. Es wird um eine rechtzeitige Anmeldung gebeten:

Tel. 087/ 552719 (mit Anrufbeantworter)

Tel. 032-87 552719 (vom Ausland her)

E-Mail-Adresse: lupe.info@unitedadsl.be