Monatsprogramm

September 2022

Do 8.9. Untrerdrückte Wut und Trauer (Vortrag + Diskussion, Eupen)
Ilona Peters, Heilpraktikerin für Psychotherapie, referiert über das Bewusstmachen von unterdrückter Wut und Trauer. Was haben Burnout, Depressionen, Angststörungen und Lebenskrisen mit unserer unbewussten vorgeburtlichen und frühkindlichen Zeit zu tun? Erfahrungsgemäß wird klar, wie sehr Menschen bisweilen leiden, weil sie nicht in Kontakt mit sich sind. Sie mussten sehr oft früh Schmerzhaftes abspalten, um überhaupt überleben zu können. Wir können unsere Psyche mit einem Eisberg vergleichen, bei dem uns nur die Spitze bewusst ist. Der untere unbewusste Teil des Eisberges - also all das, was wir abspalten mussten - fehlt uns, um uns zu verstehen und um ins Mitgefühl mit uns kommen zu können. Mit anderen Worten: Um uns besser zu verstehen, brauchen wir den Kontext, damit wir den Moment der Spaltung fühlen statt ihn weiter zu verdrängen. Wer diese psychischen Zusammenhänge besser verstehen möchte, ist herzlich eingeladen. (Eintritt: 5 Euro)

Do 15.9. Drei Eisenbahn-Geschichten (Filmabend auf Leinwand, Eupen)
Es werden drei Eisenbahn-Geschichten aus Deutschland und Belgien (ca. 90 Minuten) auf Leinwand gezeigt. Die erste Doku „Wie die Eisenbahn in die Eifel kam“ zeigt, wie die Eifeler mobil wurden. Was sie früher mit Pferdewagen bewältigen mussten, übernahm nun viel schneller die Eisenbahn. Sie konnten ihre Gemüse auf den Märkten in Städten verkaufen, konnten in den Industrieregionen an Rhein und Ruhr arbeiten sowie Holz und Blei aus der Eifel transportieren. Die zweite Doku „Mit Volldampf durch die Ardennen und Eifel“ erinnert an die Museumsbahn, die von 1990 bis 2000 durch das Hohe Venn fuhr. Entlang der Strecke der Vennbahn besuchte der Filmemacher einige Sehenswürdigkeiten. Der dritte Film präsentiert die belgische „Kusttram“. Sie fährt entlang der gesamten flämischen Küste, etwa 70 km von de Panne bis nach Knokke. Gegründet wurde die Überlandstraßenbahn 1885. Heute ist sie mit 69 Haltestellen die längste Straßenbahn der Welt. Ein Muss sicherlich für jeden Eisenbahn- und Tram-Fan.(Eintritt: 5 Euro)

Do 29.9. "Der Nachmittag des Christentums" (Vortrag + Diskussion, Eupen)
Karl Heinz Calles referiert über das neue Buch „Der Nachmittag des Christentums“ von Tomas Halik mit Karl Heinz Calles. Das Christentum hat neue ungeahnte Chancen in dieser postmodernen Zeit. Verstehen die Christen, allen voran die Kirchenleitungen, diese Chancen zu nutzen? Dieser Frage geht der tschechische Theologe Tomas Halik in seinem neuen Werk „Der Nachmittag des Christentums“ nach. Unter Nachmittag versteht er die Zeit des reifen Christentums, ähnlich wie die zweite Lebenshälfte beim Menschen. Der Vormittag war die Zeit von den Anfängen bis zum 16. Jahrhundert. Die Midlifecrisis war die Zeit der Aufklärung, der modernen Wissenschaften, die Zeit großer Umbrüche, die das Christentum und die Kirche ins Wanken brachten. Diese Mittagskrise habe sich bis zum 2. Vatikanischen Konzil (1962-65) hingezogen. Das Konzil habe die Herausforderungen zwar erkannt, sei aber nicht in der Lage gewesen, sie nachhaltig aufzugreifen. Die Kirche eile seitdem wieder hinterher. Wird es ihr gelingen, glaubwürdig in diese postmoderne Zeit einzusteigen? Mit diesen Fragen setzen sich das Werk und der Vortrag auseinander. (Eintritt: 5 Euro)

Die Veranstaltungen beginnen - wenn nicht anders vermerkt - um 20 Uhr und finden meistens bei der Lupe VoG (Neustraße 93, Eupen) statt. Der Eintritt/die Gebühr ist immer vor Beginn der Veranstaltung in bar zu entrichten. Es wird um eine rechtzeitige Anmeldung gebeten:

Tel. 087/ 552719 (mit Anrufbeantworter)

Tel. 032-87 552719 (vom Ausland her)

E-Mail-Adresse: lupe@proximus.be