Monatsprogramm

Juni 2022

Do 9.6. "Über Galgen wächst kein Gras" (Film- und Diskussionsabend auf Leinwand, Eupen)
Bei dem spannenden Filmabend über die umstrittene Doku „Über Galgen wächst kein Gras“ (ca. 84 Min.) geht es um das berüchtigte Massaker von Baugnez. Zum ersten Mal brechen die „Rotjacken“ von Landsberg ihr stetes Schweigen. Jene zum Tode Verurteilten, die oft jahrelang die „rote Jacke“ des Todeskandidaten trugen. Und obwohl seitdem Jahrzehnte vergangen sind, haben die Misshandelten bis heute geschwiegen. Erst nachdem die Medien in jüngster Zeit über US-Folterungen in irakischen Gefängnissen berichteten, waren die letzten noch lebenden Augenzeugen bereit, ihr langes Schweigen zu brechen. Ihre Aussagen sind erschütternd, und nicht wenige der aufgezeigten Einzelheiten zeugen von einer Kontinuität US-amerikanischer Verhörpraktiken. Zugleich wird der historische Hintergrund um den sogenannten „Malmedyprozess“ (1946) beleuchtet, bei dem in einem regelrechten Schauprozess die US-Folterer „Geständnisse“ angeblich erpressten und diese als Basis für zahllose Todesurteile und hohe Freiheitsstrafen missbrauchten - ohne für ihr Tun jemals zur Verantwortung gezogen zu werden. (Eintritt: 5 Euro)

Do 16.6. "Ist Gott nur eine Wahnvorstellung?" (Film- und Diskussionsabend auf Leinwand, Eupen)
Bei diesem spannenden Film- und Diskussionsabend wird die Dokumentation „Ist Gott nicht nur eine Wahnvorstellung?“ (ca. 60 Minuten) gezeigt. Warum erfährt die Religion zum Beginn des 21. Jahrhunderts eine Renaissance? Stimmt die These von der destruktiven Natur der Religion? Wie sicher ist es, dass es Gott nicht gibt? Ist Religion nicht vielleicht doch mit der Evolution vereinbar? Und ist Gott nicht nur eine Wahnvorstellung? Über diese brennenden Fragen diskutierte vor einigen Jahren der Moderator Volker Panzer im ZDF-Nachtstudio mit der evangelischen Theologin Petra Bahr, dem katholischen Theologen und Psychotherapeuten Manfred Lütz, dem atheistischen Philosophen Michael Schmidt-Salomon (Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung) sowie dem jüdischen Journalisten und Buchautor Henryk M. Broder. (Eintritt: 5 Euro)

Do 23.6. 100 Jahre "Tour de France" (Filmabend auf Leinwand, Eupen)
Der spannende Filmabend erzählt die Geschichte der „Tour der France“ (114 Minuten) von 1903 bis 2003. Im Frühsommer 1903 trafen sich 60 unerschrockene Männer vor dem Cafe „Au Reveil Matin“ am Stadtrand von Paris. Jeder hatte ein Fahrrad dabei, ein paar Ersatzteile und Werkzeug. Vor ihnen lagen fast drei mörderische Wochen im Sattel bei Hitze, Regen und Staub kreuz und quer durch Frankreich. Sie waren die unbekannten Helden der ersten „Tour de France“. Bis heute ist sie das härteste und berühmteste Radrennen der Welt, das viele glorreiche und tragische Helden hervorgebracht hat. Unvergessen sind die Dramen am „Tourmalet“ oder im einsamen Kampf gegen die Uhr. Erleben Sie noch einmal 100 Jahre „Tour de France“ - vom ersten Sieger Maurice Garin über den Fünffach-Triumphator Jacques Anquetil, den nimmersatten „Kannibalen“ Eddy Merckx bis hin zu dem ersten deutschen Tour-Sieger Jan Ulrich. (Eintritt: 5 Euro)

Die Veranstaltungen beginnen - wenn nicht anders vermerkt - um 20 Uhr und finden meistens bei der Lupe VoG (Neustraße 93, Eupen) statt. Der Eintritt/die Gebühr ist immer vor Beginn der Veranstaltung in bar zu entrichten. Es wird um eine rechtzeitige Anmeldung gebeten:

Tel. 087/ 552719 (mit Anrufbeantworter)

Tel. 032-87 552719 (vom Ausland her)

E-Mail-Adresse: lupe@proximus.be